Wissenswertes über Ostern:
Ostern:
Im Neuen Testament gibt es keinen Hinweis auf ein Osterfest. So, wie wir es
kennen, geht das Osterfest zurück auf eine Vermischung von heidnischen
Riten und christlichem Gedankengut.
Ostara, Eostra oder auch Eastre war eine bei den westgermanischen Stämmen verehrte Licht- und Frühlingsgöttin, um die wiederum ein Lichtkult entstanden war.
Die Übertragung der Licht- und Lebensfeier auf Christum, die Sonne des Lichts und des Lebens, konnte sich leicht vollziehen. Und da der heidnische und christliche Festtag der Zeit nach (zufällig?) eng beieinander lagen, wurde der heidnische Name irgendwann übernommen.
Ostereier:
Zu Ostern gehören heute untrennbar die bunten Eier.
Ihre Entstehung verdanken wir der Fastenzeit . Vor Jahrhunderten war der Verzehr
während der vierzigtägigen Fastenzeit vor Ostern verboten.
Deshalb entstand ein Überangebot an Eiern. Um sie haltbar zu machen, hat
man sie gekocht.
Eigentlich gehen die Ostereier aber auf einen
heidnischen Fruchtbarkeitsritus zurück, bei dem sowohl der Hase als auch
das Ei Fruchtbarkeit bedeuten.
Schließlich nutzte man die Eier zur
Dekoration des Osterfestes: Vom Beginn des 17. Jahrhunderts an sind die ersten
bunten Ostereier überliefert. Als Symbol steht das Ei für Fruchtbarkeit
und neues Leben. Darüber hinaus wird es vom Christentum als ein Zeichen
für die Auferstehung interpretiert. Vielleicht, weil daraus die Küken
schlüpfen...?
Osterfeuer und Osterkerze:
Das Osterfeuer ist ein gutes Beispiel für die Flexibilität der frühmittelalterlichen
Kirche, sich heidnische Bräuche anzueignen. Das wiederum gelang wegen der
starken Symbolkraft des Feuers:
Schon immer haben Menschen die positiven Eigenschaften des Feuers geschätzt.
So wurde es unter anderem Symbol für Sonne und Leben. In vielen Kulturen
wurde dem Feuer (wie auch dem Wasser) eine reinigende Kraft zugeschrieben. Das
Christentum interpretierte das Feuer als Symbol für die Auferstehung. "Ich
bin das Licht der Welt", sagt Jesus im Johannesevangelium (Joh. 8,12).
In vielen Gemeinden wird in der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag ein Frühgottesdienst gefeiert. Mit ihm wird die Auferstehung Christi nachempfunden. Im Gottesdienst selbst wird dann die Osterkerze entzündet. Mit ihr wird in manchen Gemeinden dann vor der Kirche das Osterfeuer entzündet.
Osterhase:
Wie das Ei, so gilt auch der Hase als ein altes heidnisches Symbol der Fruchtbarkeit.
Hier hatte die Kirche sichtliche Probleme mit der Interpretation und Integration:
In der christlichen Symbolik steht der Hase für den auferstandenen Christus.
Da er keine Augenlider hat, schläft der Hase mit offenen Augen. Die offenen
Augen stehen für die Auferstehung Christi.
Zu der Verbindung mit dem Ei kommt der Hase durch das Osterbrot: Dem Brot, in
das ein Ei eingebacken wurde, wurde zusätzlich ein Hasenbild aufgeprägt.
So entstand die Vorstellung vom eierlegenden Hasen.
Osterlamm:
Das christliche Osterlamm ist eigentlich die Übernahme eines Brauches aus
dem Judentum: Zum jüdischen Passahfest, auf das auch der christliche Karsamstag
fällt, wird traditionell ein Lamm gegessen. Gebäck in Form eines Lammes
gehört wohl auch deshalb vielerorts zum Osterbrauchtum.