Ich bin Jahrgang 1961, geboren in Eutin in Ostholstein -wohl auf der Durchreise :-), aufgewachsen bin ich in Travemünde.

Meine Mutter bewies nicht viel Phantasie bei der Namensgebung, also tauften sie mich auf den Namen Andreas - kein Name, mehr ein Sammelbegriff , Jedenfalls schien er in meinen Jahrgängen sehr beliebt zu sein, (gehe mal auf einen Flugplatz und rufe "Andreas" - und zähle die Leute, die sich umdrehen).

Aber ich höre ihn oft und gern, so oft, das ich meinen Nachnamen schon fast vergessen habe Ich bin schnell per du und auf der Arbeit duzten wir uns auch - auf Funk sowieso.

Mein Nachname (bevor wir es vergessen) lautet Wenzlaff. Soviel ich weiß stammt der aus dem Wendischen, d.h. meine Vorfahren stammen irgendwo jenseits des Urales her.... Multikulti war also schon früher ein Schlagwort und wenn ich auf irgend etwas stolz sein möchte, dann auf das was ich leiste nicht auf meine "arische oder nichtarische" Herkunft. Das vor 1000 Jahren eingeführte Modewort "Arier" hat wohl auch noch keiner richtig definieren können Ich finde es traurig, wenn die Hautfarbe das einzige ist, worauf jemand stolz sein kann. Gut. Aber für politische Anschauungen sind andere Seiten zuständig....

Ich durchlief die übliche Sozialisation mit den Ausnahmen eines Scheidungskindes, wuchs also ohne Vater auf. Meine Oma prägte mein Leben, meine Mutter arbeitete um mich und meinen jüngeren Bruder Ralf durchzubringen. Dafür gönnte sie uns den ein oder anderen Urlaub, u.a. einige USA Aufenthalte bei meiner Tante Marie und Onkel Eddy...

Meine Mutter heiratete wieder als ich ungefähr 14 war und mit meinem Stiefvater bauten wir das Haus, in dem ich mit meinen Eltern heute noch lebe - Hotel Mamma? Ja vielleicht aber es ist eine Symbiose außerdem bin ich so selten zu Hause, das ich eigentlich mit Bett, PC und Fernseher auskommen könnte.

Nach der Ausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten (Rente) und diversen Jobs kam ich 1984 zum Kreisjugendring Stormarn. e.V. Dachverband und Interessenvertretung aller Jugendgemeinschaften des Landkreises. Dort sollte eine Geschäftsstelle aufgebaut werden seitdem bin ich dabei, mit ABM´s, ehrenamtlich, und seit Anfang der 90er bis 2004 mit einer festen Verwaltungsstelle. Ein Job, der mehr als ein Job war. Die Bezahlung war - wie im öffentlichen Dienst - gesicherte Armut, dafür machte die überwiegend Arbeit Spaß (Arbeit macht Spaß oder du hast den falschen Job)

Hobbys hatte ich im Laufe der Jahre mehrere - was ich aber feststellen mußte, das wohl der Sammeltrieb oder die Jagd nach Begehrtem in der Familie liegen muß -

Meine Mutter sammelte z.B. alles und nichts wurde weggeworfen :-). Seit den Fußballaufklebern der Kinderzeit läßt mich dieser Trieb einfach nicht los. So habe ich über 100 Automodelle in der Vitrine stehen, Bierdeckel und Autogramme habe ich irgendwann verschenkt.

Auch wenn man einen Oldtimer fährt - und dies tue ich seit 1985 - ist man immer auf der Jagd nach einem Ersatzteil und Oldtimermärkte sind Schatztruhen für unsereins. Eine Weile hatte mein Bruder mit einigen Freunden zusammen eine Halle angemietet und dort restaurierten wir unsere Mercedes. Ich habe den Respekt vor einer Flex bis heute nicht verlernt. Wir hatten jede Menge Spaß und eimal im Jahr trafen wir uns irgendwo in Deutschland mit bis zu 100 Autos.

Mein Hobby, Fotografieren kam mir da ganz gelegen - nur ich habe es inzwischen aufgegeben - ich habe genug teure Hobbys.

Seitdem ich mit 10 Jahren in den USA war, faszinieren mich zwei Dinge, Indianer und US-Police. Meine Begeisterung für Indianer geht allerdings nicht soweit- wie bei einigen - das ich mir nun ein Zelt aufschlage und im Lendenschurz herumlaufe - ich nehme nur soviel Wissen über die Kultur auf, wie ich bekommen kann.

Und ich sammle amerikanische Polizeiabzeichen , vor allem Schulteraufnäher und Sheriffsterne, aber auch Baseballcaps und Jacken und Hemden, Die Jacken trage ich sogar.

Seit einiger Zeit bin ich nun auch ein CB Funker, aber nicht die "Nachbarschaftsgespräche" interessieren mich, sondern (Sammeltrieb?) die seltenen Überreichweiten ins Ausland. Zur Bestätigung das dieses Gespräch stattgefunden hat, sendet man sich mehr oder weniger hübsch gestaltete Postkarten - Ich habe da eine kleine Sammlung.... Mein weitestes Gespräch war bis jetzt Brasilien..

Ansonsten gibt es wohl nicht viel zu erzählen, wer Fragen hat, maile mir einfach. Wer mich kennt, weiß. Das ich viel zu erzählen habe und ein lebensfroher Mensch bin. Von mir gibt es immer einen passenden Spruch - vielleicht nehme ich Joe´s Rat an und veröffentliche sie mal - aber das ist nicht das selbe, wie die Sprüche live zu bringen.

70% der Menschheit kann ich sowieso nicht ernst nehmen, 90% der Menschheit kann man vergessen aber um zu den 10 % zu gelangen, muß man halt da durch...

Ach - du kannst es ja nicht sehen :-). Meinen Rollstuhl erwähne ich meistens im Internet gar nicht erst Hier muß niemand Rücksicht darauf nehmen - aber da ich das preisgebe, erscheint vielleicht das ein oder andere in einem anderen Licht.

Als Behinderter (ich bin so behindert wie man mich macht) bin ich auf dieser Welt immer auf die Unterstützung anderer angewiesen. (Ich sage ausdrücklich nicht Hilfe).

Aber in unserer Zivilisation kann man sich das Leben einfacher machen und man hat - wenn auch eingeschränkt - doch seine Freiräume - und z.B. an alten Autos herumschrauben oder einen 1963er Mercedes fahren kann man trotzdem.

Auch wenn nicht immer alles rosig zugeht mit dieser Einschränkung - Jammern nützt nichts - Mitleid und Selbstmitleid erst recht nichts.

Nur ein starker Wille, Optimismus und eine gute Prise Humor (und wenn es Galgenhumor ist) bringen dich auch im AOK-Chopper ans Ziel...

oder zumindest in die Nähe davon